Washington und die KI Konzerne einigen sich auf freiwillige Regeln für neue Modelle
Die US Regierung steht laut Financial Times kurz vor einer Vereinbarung mit den großen KI Entwicklern über Standards für Modellveröffentlichungen. Eine Ankündigung ist bereits für kommende Woche möglich.
Das Weiße Haus verhandelt mit den führenden KI Unternehmen über freiwillige Standards für die Veröffentlichung neuer Modelle, inklusive Vorabzugang der Regierung von bis zu 30 Tagen. Die Financial Times berichtet von weit fortgeschrittenen Gesprächen.
Die US Regierung befindet sich nach einem Bericht der Financial Times vom 2. Juli in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit den großen KI Unternehmen über freiwillige Standards für die Veröffentlichung neuer Modelle, eine Ankündigung ist demnach bereits in der Woche ab dem 7. Juli möglich. Die Standards sollen Benchmarks und Zeitpläne festlegen und klären, wer im In und Ausland Zugang zu den leistungsfähigsten Modellen erhält. Hintergrund ist die Sorge Washingtons, dass fortgeschrittene Modelle von Militär und Geheimdiensten in China, Russland oder anderen als bedenklich eingestuften Staaten missbraucht werden könnten.
Was die Executive Order vom Juni bereits regelt
Den Rahmen bildet eine Verfügung vom 2. Juni mit dem Titel Promoting Advanced Artificial Intelligence Innovation and Security. Sie schafft ein freiwilliges Verfahren, in dem Entwickler der Regierung bis zu 30 Tage vor der Veröffentlichung Zugang zu neuen Modellen für Sicherheitsprüfungen gewähren können, und betont zugleich ausdrücklich, dass daraus keine Lizenz oder Genehmigungspflicht entsteht. Wie eng der Zugang zu Spitzenmodellen inzwischen gehandhabt wird, zeigt der Fall der neuesten Modellgeneration von OpenAI, die Anfang Juli nur für rund 20 von der Regierung geprüfte Partnerorganisationen freigegeben war. Die freiwillige Selbstkontrolle von heute definiert damit bereits die Infrastruktur, über die eine spätere verbindliche Regulierung laufen würde.